Technische Gase

 Zum Schneiden

 

  • Acetylen 

Eigenschaften/Herstellung:

Acetylen ist ein farbloses, schwach riechendes Brenngas, das etwas leichter ist als Luft. Es wird in Acetylenentwicklern  aus Carbid oder petrochemisch in Raffinerien der Erdölverarbeitenden Industrie  gewonnen.

Hauptanwendungen/Lieferformen: 
Universell verwendbares Brenngas für autogene Schweiß- und Schneidverfahren. Acetylen wird in Druckgasflaschen mit          poröser Füllmasse in Aceton gelöst transportiert und gelagert (kastanienbraune Flaschenschulter).

Sicherheit:
Acetylen ist ein nicht toxisches, brennbares Gas. Acetylen bildet mit Luft explosionsfähige Gemische (Zündbereich: 1,5   –  83 Vol.%). Das energiereiche Acetylenmolekül kann unter ungünstigen Umständen ohne Mitwirken von Sauerstoff       zerfallen und dabei Energie freisetzen. Dieser Selbstzerfall kann dadurch eingeleitet werden, dass eine Acetylenflasche  großer Hitze ausgesetzt wird, oder er entsteht durch einen Flammenrückschlag in die Flasche (erkennbar ist der Beginn des Zerfalls durch Wärmeentwicklung in der Flasche).

 Gegenmaßnahmen: Gefahrenbereich räumen. Flasche aus sicherer Entfernung mit großen Wassermengen kühlen.

Wichtige Regelwerke: 
Acetylenverordnung und Technische Regeln für Acetylen (TRAC).

  • Propan

Propangas kann ebenfalls in der Kombination mit Sauerstoff zum Schneiden und Schweissen von Stahl verwendet        werden. Hierzu wird ein Manometer verwendet, welches auf den Druck sowie den Flaschenanschluss ausgelegt ist.        Beim Schneiden mit Propan als Brennstoff können nicht ganz die Temperaturgrenzen der mit Acetylen erzeugten          Flamme erreicht werden.

  • Sauerstoff

           Eigenschaften/Herstellung:
Sauerstoff, ein farb- und geruchloses Gas, wird aus der Luft gewonnen (Volumenanteil 21 %).

Hauptanwendungen / Lieferformen: 
Intensivierung von Verbrennungsvorgängen, z.B. in der Stahlindustrie und bei autogenen Schweiß- und                          Schneidverfahren. Sauerstoff unterstützt außerdem biologische Prozesse, z.B. den Abbau von Schadstoffen in                Kläranlagen. In besonders reiner Form wird er als medizinischer Sauerstoff zur Beatmung verwendet. Sauerstoff wird    gasförmig in Druckgasflaschen (weiße Flaschenschulter) oder tiefkalt verflüssigt in vakuumisolierten Tanks                    transportiert und gelagert (Siedepunkt: minus 183 °C).

Sicherheit: 
Sauerstoff ist ein nicht toxisches Gas. Sauerstoff brennt nicht. Er fördert jedoch die Verbrennung. Eine geringfügige      Erhöhung des Sauerstoffgehaltes der Luft kann Verbrennungsvorgänge erheblich beschleunigen. In reinem                    Sauerstoff brennen sogar vermeintlich unbrennbare Stoffe wie z. B. Stahl. Direkter Hautkontakt mit flüssigem                Sauerstoff ist zu vermeiden (Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen!).

          Wichtige Regelwerke:

UVV »Sauerstoff« (neue BGV-Nr. B7, alt VBG 62)

UVV »Schweißen und Schneiden« (neue BGV-Nr. D1, alt VBG 15)

BG-Information »Umgang mit Sauerstoff« (neue BGI-Nr. 617, alt ZH 1-307)

BG-Information »Gefahren durch Sauerstoff« (neue BGI-Nr. 644, alt ZH 1-383)

Zum Schweissen

Gemische

Mac 18 ( 82% Ar & 18% Co² )

    • C 2.5

Rein

    • Argon ( Ar )

Eigenschaften/Herstellung:
Argon, ein farb- und geruchloses reaktionsträges Gas, wird aus der Luft gewonnen (Volumenanteil 0,93 %).

Hauptanwendungen/Lieferformen: 
Inertgas in der Metallurgie und beim Lichtbogenschweissen. Argon wird in der Schweißtechnik in zahlreichen                Gemischvarianten verwendet, wobei Argon meist die Hauptkomponente ist und so die Eigenschaften dominiert. Argon  wird gasförmig in Druckgasflaschen (dunkelgrüne Flaschenschulter) oder tiefkalt verflüssigt in vakuumisolierten Tanks  transportiert und gelagert (Siedepunkt: minus 186° C).

          Sicherheit:
Argon ist ein nicht toxisches, inertes Gas, das praktisch keine chemischen Verbindungen eingeht. Wie Stickstoff kann    Argon den zum Atmen nötigen Sauerstoff verdrängen. Da Argon schwerer ist als Luft, sammelt es sich bei Leckagen vor allem in Bodennähe und in Vertiefungen (O2-Gehalt überprüfen!). Direkter Hautkontakt mit flüssigem Argon ist zu        vermeiden (Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen!).

          Wichtiges Regelwerk: 
UVV Gase (Neue BGV-Nr. B6, alt VBG 61)

Für Schankanlagen

  • Kohlensäure ( Co² )

Eigenschaften/Herstellung:
Kohlendioxid, ein farb- und geruchloses, reaktionsträges, gut in Wasser lösliches Gas, wird aus natürlichen Quellen        oder durch Nachreinigung von Rohkohlendioxid aus unterschiedlichen chemischen Prozessen der Erdöl- und                  Erdgasverarbeitung gewonnen.

Hauptanwendungen/Lieferformen: 
Zur Karbonisierung von Getränken, als Inertgas zum Abdecken und pneumatischen Fördern von explosions- oder          brandgefährdeten Siloschüttgütern, als Schutzgas zum Lebensmittelverpacken und Schweissen, zur                                Wachstumsförderung in Gewächshäusern, zur Konservierung bei der Lagerung von Obst, Gemüse und Getreide, zur        Neutralisation alkalischer Abwässer, Aufhärtung von Trinkwasser, Wasserbehandlung, im medizinischen Bereich, als      Treibmittel in der Kunststoffverarbeitung, zur Hochdruckextraktion von z. B. ätherischen Essenzen aus pflanzlichen        Produkten, in flüssigem Zustand als Kälteträger, z. B. in der Lebensmittel- und Kunststoffindustrie, als Feuerlöschmittel,  als Trockeneis zu unterschiedlichsten Kühlzwecken.

Kohlendioxid wird bei Umgebungstemperatur unter Druck verflüssigt in Druckgasflaschen (graue Flaschenschulter),      tiefkalt verflüssigt in speziell isolierten Tanks transportiert und gelagert (z. B. Temperatur minus 20 ° C bei Druck von    20  bar) oder als Trockeneis in Form von Blöcken, Scheiben oder »Pellets«.

         Sicherheit: 
Kohlendioxid ist ein sehr schwach toxisches, nahezu inertes Gas. Beim Umgang mit Kohlendioxid ist zu beachten, dass            es den zum Atmen nötigen Sauerstoff in der Luft verdünnen bzw. verdrängen kann. Kohlendioxid ist 1,5 mal schwerer              als Luft. Bei größeren Gasaustritten kann es deshalb zu gefährlichen Anreicherungen in Bodennähe, in Vertiefungen                und Kellerräumen kommen. Direkter Hautkontakt mit Trockeneis (Temperatur minus 78 ° C) ist zu vermeiden                            (Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen!).

        Wichtiges Regelwerk: 
UVV »Gase« (neue BGV-Nr. B6, alt VBG 61)

  • Stickstoff

        Eigenschaften/Herstellung: 
Stickstoff, ein farb- und geruchloses, reaktionsträges Gas, wird aus der Luft gewonnen (Volumenanteil 78 %).

        Hauptanwendungen/Lieferformen:
Als Inertgas zum sicheren Lagern von brennbaren Flüssigkeiten und Stäuben, als Schutzgas beim Glühen von Metallen,          in tiefkaltem verflüssigtem Zustand als Kälteträger, z. B. in der Lebensmittelindustrie und in der industriellen Fertigung.          Stickstoff wird gasförmig in Druckgasflaschen (schwarze Flaschenschulter) oder tiefkalt verflüssigt in vakuumisolierten          Tanks transportiert und gelagert (Siedepunkt: minus 196 ° C).

         Sicherheit:
Stickstoff ist ein nicht toxisches, inertes Gas. Beim Umgang mit Stickstoff ist zu beachten, dass er den zum Atmen nötigen Sauerstoff in der Luft verdünnen bzw. verdrängen kann. Beim Verdampfen vom flüssigem Stickstoff entsteht etwa das 700 fache Gasvolumen. Verdampfender Flüssigstickstoff kann daher in geschlossenen Räumen den Sauerstoffgehalt merklich herabsetzen. Diese Gefahr ist durch Lüften oder Absaugen zu beseitigen. Direkter Hautkontakt mit flüssigem Stickstoff ist zu vermeiden (Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen!).

        Wichtiges Regelwerk: 
UVV »Gase«(neue BGV-Nr. B6, alt VBG 61)

  • Biogon

Für Feierlichkeiten

  • Ballongas ( Helium )

Wer kauft sich schon gerne eine 20 ltr. Ballongasflasche !!! Bei uns können Sie den Flaschenkörper gegen eine                        Kaution mieten und Ballone für die Hochzeit, den Kindergeburtstag, Schulabschluss oder Abi- Party befüllen.

Die Abrechnung des Heliums erfolgt bei uns fair und unkompliziert durch das vorher- Nachher Prinzip mittels                          Manometer